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Bericht Austrian Junior Open in Salzburg (A)

Eine Delegation von 20 Sportler des SKR-Kaders und 2 Mitglieder des Stützpunktes Sursee nahmen am Austrian Junior Open vom 21. Juni 2008 in Salzburg teil. Begleitet und betreut wurden die Sportler von Dani Brunner (Kata-Verantwortlicher), Piero Lütholt (Stützpunkttrainer Sursee), Edi Derrer (Betreuer) und Beni Stössel (Kumite-Verantwortlicher). Die Leute der Taisho-Karateschule reisten separat nach Salzburg.

Per Zug reisten wir am Freitagmorgen Richtung österreich. Nach einer ca. 7-stündiger Fahrt erreichten wir gegen Abend den Hauptbahnhof in Salzburg. Mit dem Bus machten wir uns auf die Suche nach unserer Unterkunft. Diese lag leider nicht so zentral wie wir uns erhofft hatten. Nach zwei längeren Fussmärschen checkten wir zuerst im Hotel ein und fanden schlussendlich auch die Walserfeld-Halle, um die Sportler registrieren zu lassen. Die imposante Halle mit den sieben Kampfflächen deutete auf einen gutbesuchten Anlass hin. Den Abend verbrachten wir in einem österreichischen Gasthof, wo wir nach dem Essen das Fussballspiel Kroatien - Türkei schauen konnten.

Die Kata-Leute mussten am Samstagmorgen das Hotel bereits um 8.00 Uhr Richtung Sporthalle verlassen, während sich die Kumite-Leute bis 12.00 Uhr im Hotel ausruhen konnten.

Die über 800 Teilnehmer aus 15 Ländern füllten die Sporthalle und man musste sich gut konzentrieren, um die übersicht nicht zu verlieren. Diejenigen welche das erste Mal an einem solchen Anlass teilnahmen waren sichtlich beeindruckt von dieser internationalen Atmosphäre.

Die sportliche Ausbeute unserer Kata-Leute am Morgen war relativ bescheiden. Während einige Teilnehmer vom doch beachtlichen Niveau überfordert waren und natürlcih auch Lehrgeld zu bezahlen hatten, überstanden einige doch 2 bis 3 Runden. Für Medaillengewinne reichten die Leistungen jedoch nicht.

Erfolgreicher waren die Wettkämpfer in den Kumite-Wettbewerben. Selma Ticevic von der Karateschule Langnau kämpfte sich über die Trostrunde bis auf den dritten Platz vor. Sie und ihre Schwester Arnela sind bei genügendem Trainingsfleiss ein Versprechen für die Zukunft.

Immer für eine Medaille gut, selbst auf internationalem Niveau, ist Shemsi Aslani von der Taidokai Karateschule. Gegen einen international bekannten österreicher verlor er nur äusserst knapp und ohne österreicherbrille der Schiedsrichter wäre einiges mehr drin gelegen. Aber auch Shemsi kämpfte sich über die Trostrunde zurück und gewann ebenfalls verdient die Bronzemedaille.

Gut vorbereitet und topmotiviert qualifizierte sich Michi Stössel nach fünf souverän gewonnenen Kämpfen für den Final in seiner Kategorie. Nach einer schnellen 5:2 Führung und einem klassischen Fehlentscheid der Schiedsrichter verlor er schliesslich den Final knapp gegen einen Deutschen. Die Silbermedaille ist auf diesem Niveau sicher ein Superresultat - Gold auf diese Weise zu verlieren ist aber trotzdem hart.

Von der Taisho Karateschule gewann Jana Gfeller die Goldmedaille im Kumite und in der Team-Kata gewannen die Taisho-Damen die Bronzemedaille.

Auf die einzelnen Leistungen der für einmal nicht mit Edelmetall belohnten Wettkämpfer möchte ich nicht näher eingehen, aber auch diese kämpften teilweise mit viel Herz und hatten das nötige Wettkampfglück für einmal nicht auf ihrer Seite. Um an einer solchen Veranstaltung aufs Podest steigen zu können, braucht es von den Sportlern eine wirklich professionelle Einstellung.

Nach einem gemeinsamen Nachtessen wurde die Abend- bzw. Nachtunterhaltung individuell gestaltet.

Das kollegiale Verhalten innerhalb der Mannschaft wurde von den Betreuern mit viel Freude zur Kenntnis genommen.

Müde von den "Reise"-Strapazen kehrten wir am Sonntag um 17.00 Uhr mit dem Zug nach Zürich zurück.

Beni Stössel

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